Gegensätze ziehen sich an? Gleich und Gleich gesellt sich gern?

In der Süddeutschen Zeitung am 30.08.2016 schrieb der Autor Thomas Meyer (siehe Link unten), dass viele Paare in Beziehungen ausharren, die ihnen nicht gut tun. Anstatt die Beziehung zu beenden, so Meyer, versuchen sie ihren Partner dazubringen, sich so verhalten, wie sie es gerne hätten… hier einige Auszüge, die mich beschäftigt haben.

Die Frage, wann zwei Leute zusammenpassen, hat er wie folgt beantwortet:

„Wenn sie sich in den wesentlichen Aspekten des Lebens ähnlich sind, also punkto Humor, Intelligenz, Sexualität, Weltanschauung und Gemütsart. Zwei, die sich ähnlich sind, verstehen sich. Dieses Verständnis ist die Grundlage für eine Beziehung und nicht die Zuneigung, die sowieso gegeben ist. Sonst läge man ja nicht miteinander im Bett.“

Es klingt hart, aber in der Regel stimmt es sehr sehr oft, auch wenn wir Menschen ja total unterschiedlich sind. Meiner Meinung geht es darum, sich zu fragen, warum betreibe ich gerne dieses Hobby?  Welchem Wert entspricht dies? Was verbinde ich damit? Wenn ich beispielhaft gerne schwimme, weil ich dabei total gut entspannen kann, ist es für mich der Wert der Entspannung und der Ruhe. Während der andere, der sich gerne beim Schwimmen mit anderen leistungsmäßig misst, sicherlich eine andere Wertvorstellung hat. Wäre es mir in diesem Moment wichtig, dass der andere dieses auch mit mir als Entspannung betreibt, würde es nicht passen. Ist es mir nicht wichtig, so könnte der andere durchs Wasser „pflügen“ (vielleicht dann nicht unbedingt auf der gleichen Bahn schwimmen:-)).

Zum Thema Schmetterlinge im Bauch:

„Wir suchen uns nicht aus, in wen wir uns verlieben. Aber wir können uns aussuchen, mit wem wir zusammen sind. Gegenseitige Anziehung reicht für ein langfristiges Zusammensein nicht aus. Dennoch deuten wir sie als ein Indiz für eine stabile, sorgenfreie Zukunft.“

Darüber habe ich dann doch etwas länger nachgedacht. Aus den vielen Gesprächen mit weiblichen und männlichen Singles stellt es sich immer heraus, dass welchen Partner ich mir wünsche und welchen Partner ich eigentlich brauche (damit es mir gut geht), oftmals differenziert. Ich rate meinen Kunden, immer einen zweiten, dritten und ggf. vierten Blick auf den potentiellen Partner/auf die potentielle Partnerin zu „werfen“. Sich die Zeit zu nehmen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Zum Thema im Verliebtseinszustand den Verstand walten lassen:

„Ich sage nicht, dass wir unsere Gefühle kontrollieren sollen. Aber wir dürfen uns nicht derart von ihnen davontragen lassen. Stattdessen sollten wir den Menschen, der uns gefällt, genau fragen, was ihm in einer Beziehung wichtig ist. Und uns selbst immer wieder die Frage stellen: „Tut mir das gut?“

Yes! Da bin ich voll dabei! Tut mir der Umgang mit dem Menschen gut oder zieht es mich herunter? Gibt es mir Energie oder saugt es mir Energie ab? Eine total elementare Frage!

Auch wenn ich diese Fragen den Kunden für ihr Profil stelle, so sind dies aus meiner Sicht grundsätzliche Fragen, die Frau/Mann immer wieder überprüfen sollte.

Eure Nena!

 

http://www.sueddeutsche.de/leben/ratgeber-vier-von-fuenf-beziehungen-muessten-sofort-aufgeloest-werden-1.3141424